Drei Schluchten und ein Damm: Awfully Chocolate and a minority dance

yangtse river river cruise photo by greenpandatracks
Yangtse River
photo by greenpandatracks

In China habe ich ja schon viele interessante englische Namen gehört, die oftmals  den Schülern von ihren Englischlehrern verliehen werden, wenn auch zunehmend weniger, meistens eher altbackene wie etwa Howard. Der englische Name unserer Reiseleiterin für den kleinen Bootsausflug zu dem Dorf einer Minderheit, so wurde uns das verkauft, war aber der Abschuss. Sie hatte sich selbst den Namen Chocolate gegeben, hätte sie nur die Namenswahl ihrem Englischlehrer überlassen, auch auf die Gefahr hin als Rosalind oder Gertrud durch die Welt zu laufen. Weiterlesen

Drei Schluchten und ein Damm: City of the White Emperor

Blick auf den Yangtze
Blick auf den Yangtze

Am Morgen des 23. Mai erwartete mich leichter Nieselregen, als ich die Tür zu meinem kleinen Balkon der Victoria Selina öffnete und heraustrat, um etwas frische Luft zu schnappen. Der Himmel war, passend zu dem ersten Besichtigungsort des heutigen Tages, der Baidi Cheng oder auch City of the white Emperor, mit weißen Wolken verhangen. Auch hier war Eingang durch den Geschenke- und Andenkenladen, ergänzt von Marktständen an denen mehr oder weniger lokale Lebensmittel erstanden werden konnten, angesagt. Oftmals ist es ja eher der Fall, dass Touristen erst nach dem Besuch der Sehenswürdigkeit mit einem vielfältigen Angebot an Weiterlesen

Drei Schluchten und ein Damm: Die Holzpagode Shi Bao Zhai

Blick auf Shibaozhai und Purpur Regen Pavillion Holzpagode
Blick auf Shibaozhai und Purpur Regen Pavillion Holzpagode

Nach der Geisterstadt Fengdu schipperten wir weiter auf dem Yangtze in Richtung Shibaozhai (Edelstein-Festung) einer Felseninsel im Yangtse und der darauf gelegenen Holzpagode mit dem Namen Purpur Regen Pavillion im Kreis Zhong der regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing. Die Holzpagode wurde während der Herrschaft des Kaisers  Weiterlesen

Drei Schluchten und ein Damm: Fengdu Ghost City

Fengdu Neustadt im Nebel
Fengdu Neustadt im Nebel

In der Nacht hatte ich geschlafen wie ein Stein, das Brummen und Vibrieren des Dieselmotors hatte mich schnell in den Schlaf gewiegt. Obwohl wir die ganze Nacht durch gefahren waren befand sich das Schiff noch immer im Stadtgebiet von Chongqing. Eine weitere Superlative in China. Der nächste Morgen war nebelverhangen, die Luft war feucht und warm. Passend für den anstehenden Ausflug nach Fengdu zur Stadt der Geister. Dieser war direkt nach dem Frühstück geplant. Die chinesischen Mitreisenden stürmten das Frühstücksbuffet als wäre es ihre Henkersmahlzeit wahlweise auch als drohte ihnen der Tod durch Verhungern. Auch wieder passend für unsere erste Sightseeing-Tour nach Fēngdū Guǐ Chéng. Weiterlesen

Drei Schluchten und ein Damm: Chongqing

Anlegestelle des Hotelschiffes
Anlegestelle des Hotelschiffes

Wer hat nicht vom Fluss Yangste in China und seinen berühmten drei Schluchten, der Quangt-, Wu- und Xining-Schlucht, gehört. Mythen und Geschichten, die sich um diese Region ranken sind in Europa weniger bekannt, außer vielleicht geschichtsinteressierten Sinologen. Das macht eine Reise dorthin gerade spannend und ist ein guter Grund für Weiterlesen

Tianjin Tour

Tianjin Nachbau einer Altstadt
Tianjin Nachbau einer Altstadt

Tianjin befindet sich in der Nähe Pekings direkt an der Küste und ist mit dem Zug innerhalb von 40 Minuten zu erreichen. Ein Tagesausflug lohnt sich daher. Auch gerade, wenn sich mal wieder der berühmt-berüchtigte Peking-Koller einstellt. Ursächlich hierfür können verschiedene Auslöser sein egoistische Ubahnfahrgäste, rotzende und röchelnde Passanten oder die berüchtigte Pekinger Luft. Wieder eine Millionenstadt in China, die niemand kennt. Mich bis vor wenigen Tagen eingeschlossen. Der Bahnhof und seine Wartehalle erinnern mehr an einen Flughafen. Am Bahnhof werden Besucher von einer nachgebaute Altstadt an einem Kanal empfangen, eingerahmt von den üblich Glas-Stahl-Baton Hochhäusern. Weiterlesen

Hutong Tour

Hutong mit Grün
Hutong mit Grün

Als Hutong werden die traditionellen Viertel oder auch Kieze in Peking bezeichnet und wurden erstmals von den mongolischen Herrschern Chinas eingeführt. Eine Tour durch die Hutgong lohnt sich, hier kann noch das alltägliche Leben der Bewohner Pekings besichtigt werden. Obwohl manchmal auch nicht ganz klar ist wer hier wem als Anschauungsobjekt dient. Weiterlesen

Lama Tempel

Räucherei gehört dazu
Räucherei gehört dazu

Der Lama Tempel, auch als Yonghegong bekannt, der 1694 während der Qing Dynasty errichtet wurde, ist eine Oase der Ruhe im Norden von Peking. Außer es ist der falsche Tag und die falsche Uhrzeit. Bingo, entsprechend voll war es dann auch. Der Tempel ist, glaube ich, auch der Sitz des aktuellen Panchen Lama, anerkannt von der Volksrepublik China. Die Anlage ist bequem mit der Ubahn erreichbar und liegt nur 5 Minuten von der gleichnamigen Station entfernt.

Obere Etage
Obere Etage

Insgesamt bietet die Anlage einen kleinen Vorgeschmack auf Tibet, dachte ich zumindest. Dies sollte sich dann in Tibet selbst recht schnell ändern. Gegen die Anlagen dort ist der Lama Tempel in Peking geradezu geruchsneutral und es kann vom Boden gegessen werden. Zwar ist der Tempel schon eindrucksvoll bietet aber nur einen Vorgeschmack auf die Anlagen in der Autonomen Region Tibet oder in Shangri-La. Dennoch, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und ist auch ein guter Startpunkt für eine Tour durch die Hutongs.

Auf der großen Mauer: Muntianyu

Mauerturm
Mauerturm

Die Mauer ist lang, die Mauer ist groß. Wo also mit einer Besichtigung Anfangen? Der Abschnitt Muntianyu bietet sich durchaus an, auch wenn das riesige Besucherzentrum mit Shopping- und Restaurantmeile etwas überdimensioniert wirkt. Ist eben mehr für Gruppenreisen ausgelegt, die Standardvariante in der chinesischen Tourismusbranche.

Am Besucherzentrum also schnell Tickets gekauft, d.h. für den Eintritt, den Bustransfer und eine der Seilbahnen. Je nach dem, welche Route gewählt wird kann auch für den Abstieg bzw. Abfahrt auch eine Sommerrodelbahn genutzt werden. Wenn man sich für die Sommerrodelbahn entscheiden können die Kosten für die nicht genutzten Rückfahrttickets für die Gondel am Besucherzentrum wieder zurückerstattet werden. Voraussetzung hierfür ist ein intaktes Ticket.

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Chillout im Sommerpalast

Sommerpalast mit Seeblick
Sommerpalast mit Seeblick

Der komplette Mai war von Besuchen der Eltern geprägt. Meine Mutter hatte sich ja etwas gesträubt. Wohl auch wegen ihrer politischen Aktivitäten in den 60er Jahren, Mao-Bibel und China-Treter hat sie zwar schon lange abgelegt. Genau darin lag aber wahrscheinlich das Problem.

Sich quasi eine erneute Selbstreflexion, nun sozusagen in real-time im heutigen China, anzutun macht keinen Spaß. Hätten das einige 68er damals in China, Sowjetunion, Vietnam, DDR oder Kambodscha mal gemacht, sie hätten wahrscheinlich unverzüglich die Maobibel und Leninfibel in die nächste Altpapiersammlung gegeben. Aber Projektionen in ferne Gebilde, ohne sich diese näher anzuschauen, sind ja auch einfacher als ein Abgleich von theoretischen Konstruktionen mit der knallharten Realität ihrer Umsetzung.

Wasserstadt
Wasserstadt

Dabei hat das maoistische China relativ schnell erkannt, dass der sowjetische Weg der Holzweg war, auch wenn Deng Xiaoping einen langen Weg bis er sich innerhalb der Machtstrukturen der CPC durchsetzen konnte. Ohne ihn gäbe es heute China in wirtschaftlicher Hinsicht wohl in der Form nicht. Zwar wird Mao noch im heutigen China verehrt aber weder der Große Sprung nach vorn, der ziemlich nach hinten losging und zwischen 15 bis 45 Millionen Menschen das Leben kostete, noch die Kulturrevolution sind wirkliche Themen im heutigen China. Wenn sind die „Verfehlungen“ der Kulturrevolution der so genannten Vierer Bande zuzuschreiben, nicht Moa selbst. Von den „Vorkommnissen auf dem Tian’amen“ und deren gewaltsame Niederschlagung gar nicht zu reden.

Mal zum eigentlichen Thema. Der Sommerpalast Yihe Yuan liegt im Nordwesten von Peking an einem künstlichen See und ist leicht mit der Ubahn zu erreichen. Hier wurden die verschiedenen Regionen in China nachgebaut, da die Kaiserinmutter die Stadt nicht verlassen durfte. Die ersten Anlagen wurden Mitte des 18. Jahrhunderts als Geburtstagsgeschenk des Quianlong-Kaisers für seine Mutter errichtet. Die Kaiserwiwte Cixi baute die Anlage dann als Alterssitz aus. Daher auch die wohlklingenden Namen wie „Halle des Altwerdens in Güte“, „Die Halle der Freude und Langlebigkeit“ oder „Der Hügel der Langlebigkeit“.

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