Drei Schluchten und ein Damm: Chongqing

Anlegestelle des Hotelschiffes
Anlegestelle des Hotelschiffes

Wer hat nicht vom Fluss Yangste in China und seinen berühmten drei Schluchten, der Quangt-, Wu- und Xining-Schlucht, gehört. Mythen und Geschichten, die sich um diese Region ranken sind in Europa weniger bekannt, außer vielleicht geschichtsinteressierten Sinologen. Das macht eine Reise dorthin gerade spannend und ist ein guter Grund für eine Schiffstour auf einen der großen Flüsse in China. In den 1990er Jahren kam dann eine moderne Geschichte hinzu, der Drei-Schluchten-Staudamm in Sandouping nicht weit von der Stadt Yichiang gelegen. Für den Bau des Staudamms wurde zwischen 1,5 und 2 Millionen Menschen umgesiedelt. Hierzu später mehr.

Zusammenfluss von Jialing und Yangtze
Blick auf den  Jialing
Zusammenfluss von Jialing und Yangtze
Blick auf den Yangtze

Der Startpunkt der Schiffstour Chongqing war mir bis dato nur aufgrund des Flughafens bekannt, ich war dort bei meinem Flug nach Shang-La umgestiegen, und das die Stadt mit rund 30 Millionen Einwohnern die größte Stadt in China ist. Sie ist eine von vier Städten, die direkt der Zentralregierung untersteht und eine Fläche von 82,403 Quadratkilometern hat.

Als ich die Halle des Flughafens verließ lief ich quasi gegen eine Wand, das Wetter war heiß und feucht. Chongqing glich einer großen Waschküche in der gerade die Wäsche der gesamten Volksbefreiungsarmee Chinas gewaschen wurde. Um auf das Hotelschiff zu gelangen, musste ich über eine recht lange und, aufgrund des Wetters, etwas rutschige Landungsbrücke. Mir stand die Option offen mir noch einen sogenannten Bambussoldaten zu mieten, der mir mein Gepäck auf das Schiff getragen hätte. Worauf ich aber trotz des Wetters verzichtete. Bambussoldat ist die in Chongqing gebräuchliche Bezeichnung für Träger, der Name kommt von dem verwendeten Arbeitsgerät, einem Bambusstab an dessen vorderen und hinteren Ende jeweils die zu befördernde Last gehängt wird.

Lokales Bier
Lokales Bier

Leider blieb mir nicht genug Zeit die Stadt selbst anzuschauen, nach dem Transfer vom Flughafen zur Anlegestelle wo Jialing und Yangtze sich vereinen blieben noch etwa drei Stunden Zeit, bis das Schiff ablegte. Es reichte gerade noch für einen Landgang und den Einkauf des ortsüblichen Bieres und etwas Obst. Selbst mit meinen wenigen Brocken Chinesisch kam ich hier nicht weit. Ich verstand den Sezuan-Dialekt und die Verkäufer von Chongqing mein radebrechte Mandarin nicht. Lost in translation eben und dann die Kommunikation auf händisch und flüßisch. Aber es funktionierte! Wenn auch das Bier jetzt nicht unbedingt zu Spitzenklasse der Braukunst gehört, war es recht erfrischend.

Als die Abenddämmerung kam legte das Schiff ab, drehte zwecks Besichtigung der Stadt noch eine Runde und Chongqing verschwand in der Dunkelheit.

Chongqing bei Nacht
Chongqing bei Nacht
Chongqing bei Nacht
Chongqing bei Nacht
Das Chongqing Grand Theatre bei Nacht
Das Chongqing Grand Theatre bei Nacht
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Ein Gedanke zu “Drei Schluchten und ein Damm: Chongqing

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