Drei Schluchten und ein Damm: City of the White Emperor

Blick auf den Yangtze
Blick auf den Yangtze

Am Morgen des 23. Mai erwartete mich leichter Nieselregen, als ich die Tür zu meinem kleinen Balkon der Victoria Selina öffnete und heraustrat, um etwas frische Luft zu schnappen. Der Himmel war, passend zu dem ersten Besichtigungsort des heutigen Tages, der Baidi Cheng oder auch City of the white Emperor, mit weißen Wolken verhangen. Auch hier war Eingang durch den Geschenke- und Andenkenladen, ergänzt von Marktständen an denen mehr oder weniger lokale Lebensmittel erstanden werden konnten, angesagt. Oftmals ist es ja eher der Fall, dass Touristen erst nach dem Besuch der Sehenswürdigkeit mit einem vielfältigen Angebot an Andenken und Geschenken behelligt werden, also eher exit through the giftshop. Gut, dass es für dieses Phänomen auch eine gleichnamige Band und einen gleichnamigen Film von dem Streetartist Bansky gibt.

Entry through the giftshop
Entry through the giftshop

Gegründet wurde die Stadt beziehungsweise die Tempelanlage von dem separatistischen General und Warlord Gongsun Shu während der westlichen Han-Dynastie (206 BC – 24 AD), der Warlord rief das Königreich Shu aus, welches nur elf bis zwölf Jahre bestand haben sollte. Auf diesen berief sich wohl auch Liu Bei, der Gründer des Shu Reiches während der Zeit der drei Reiche in China (220 – 280 AD). Die ehemalige Stadt und Tempelanlage liegt auf dem Berg Baidi an der Einfahrt zur Qutang Schlucht des Yangtze-Flusses.

White Emperor
White Emperor

Am Eingang wurden wir von einer überdimensionalen Statue des Weißen Kaisers empfangen. Zusammen mit gefühlten tausend anderen Touristen ging es dann im Regen auf glitschigen Stufen den Berg hinauf zur City of the White Emperor. Der obligatorische Kampf gegen Regenschirme, mit denen ich auf Kopfhöhe traktiert wurde und deren Spitzen sich manchmal gefährlich Ohren und Augen näherten, inklusive. Eingerahmt wurde das Spektakel von einem ohrenbetäubenden Lärm aus den Lautsprechern diverser Reiseführer. Unser Reiseführer tat mir ziemlich leid, sein Gerät war nicht dafür ausgelegt seine KollegInnen zu übertönen, hinzu kam noch, dass sich viele TeilnehmerInnen unserer Gruppe nur bedingt für seine Ausführungen interessierten, auf dem Gelände in einiger Entfernung herum mäanderten und sich danach beschwerten, dass sie ihnen nicht verstanden hätten und er zu leise gewesen sei.

City of the White Emperor
City of the White Emperor

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